„Der Arzt behandelt, die Natur heilt.”
— Hippokrates (460-377 v.Chr.)
 

In der Arzneitherapie kommen einige hundert Einzelarzneien zur Anwendung. Davon sind etwa dreiviertel pflanzlicher Natur, der Rest ist mineralischer oder tierischer Herkunft.  

Ich verschreibe diese Heilkräuter zumeist als Granulate, weil diese gut haltbar sind und für die Anwendung in heißem Wasser aufgelöst wie ein Tee getrunken werden können. Granulate können auch als Kapseln oder zu Presslingen verarbeitet werden. 

Es gibt auch die Möglichkeit die getrockneten Arzneien selbst zu kochen. Diese Zubereitungsart dauert etwa 2 Stunden. Das Dekokt muss im Kühlschrank aufbewahrt werden und hat eine Haltbarkeit von 3 Tagen. Der Vorteil an Dekokten ist die deutlich höhere Wirksamkeit als bei Granulaten. In ausgewählten Apotheken wird die Abkochung für Sie übernommen. Einige Arzneien können auch mit den Speisen, beispielsweise in der Suppe mitgekocht werden. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, Blutmangel oder Kraftlosigkeit nach Geburt oder Krankheit zu behandeln. Bei Kindern verschreibe ich gerne hydrophile Konzentrate an, diese werden als wasserlösliche Tropfen verabreicht und schmecken süßlich.

Chinesische Arzneien können wie Medikamente betrachtet werden. Es gibt jene, die Infektionen behandeln und solche, die den Organismus wieder stärken. Schon der Volksmund sagt, dass gegen fast jede Beschwerde ein Kraut gewachsen ist.